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von Kirsten Freundl
Veröffentlicht am 20.09.2007 Artikel drucken
In ihrer Ausstellung ALLES AUS EINEM - zu sehen vom 20. September bis zum 30. September 2007 in der Orangerie im Englischen Garten, München - thematisiert Stefanie von Thun mit ihrer Selbst-Portraitserie die Vielschichtigkeit und Komplexität des sich ständig in Wandlung befindlichen Selbstbildes.
Dabei gehen ihre Selbst-Portraits über das rein abbildende Selbstverständnis von Portraits hinaus. Stefanie von Thun sucht nach dem ‚Dahinter’, nach Emotionen, nach Wahrnehmungen, die in ihrer Fülle das Spektrum des Menschseins an sich widerspiegeln.
Stefanie von Thun
Stefanie v. Thun ‚malt’ mit Hilfe digitaler Druckmedien ihre Portraits auf vorbereitete Material- Tafeln. Das fotografierte Selbst-Portrait wird zum Forschungsgegenstand. Um den inneren schöpferischen Prozess sichtbar zu machen, bedruckt sie Bildtafeln und verschiedenste Trägermaterialien (häufig Recyclingprodukte oder Fundstücke) mit ein und demselben Portraitfoto. Die künstlerische Auseinandersetzung ist eine persönliche, das Ergebnis jedoch zeigt Bilder und Objekte von starker Intensität, die über das Individuelle hinaus ins Allgemeingültige reichen und denen eine sublime Schönheit gemeinsam ist.
Selbst-Portrait - Stefanie von Thun
Stefanie von Thuns Selbst-Portraits sind Ergebnisse der eigenen, abstrahierten Sicht auf die Portraitierte Person, die zuvor Selbstzeugnis in Form der Fotografie abgelegt hat.
Außeninterpretation und Selbstdarstellung, Innenschau und äußerer Anblick - in den Selbst- Portraits Stefanie von Thuns erfolgt eine ‚Mehrfachbelichtung’ des Sujets, Identität stiftend in Hinblick auf die Allgemeingültigkeit menschlicher Emotionen und bestechend in seiner Wahrhaftigkeit.
Ihrer Lust und Freude am Experimentieren und der schöpferischen Arbeit am Material kam Stefanie von Thun erstmals 1999 mit dem Erlernen der Kreidegrund-Vergoldertechnik und ihren ersten experimentellen Materialbildern und Holzobjekten nach. Nach der Ausbildung bei Gisela Drescher (Bildhauerin) setzte sie sich während ihres dreijährigen Gaststudiums in der Meisterklasse von Sean Scully (Akademie der Bildenden Künste, München) intensiv mit Materialität, dem daraus entstehenden ‚content’ und Selbstbildnissen auseinander.
Stefanie von Thun
In ihren Bildstudien vor 2005 arbeitete Stefanie von Thun in einer Kreidegrundtechnik auf Holztafeln unter Verwendung von Edelmetallen, Pigmenten, Salzen, Wachs und anderen Materialien.
Seit 2005 werden die vielschichtig aufgebauten, reliefartigen Bildtafeln und Objekte zusätzlich mit einem digitalen Direktdruckverfahren bedruckt. Stefanie von Thun lebt und arbeitet in München.
Vernissage: 20. September 2007
Eröffnung: 19.00 Uhr Beginn
20.00 Uhr Einführung durch Mechthild Kugler-König (Kunsthistorikerin) Orangerie im Englischen Garten, München Tivolistrasse am Chinesischen Turm
Öffnungszeiten: täglich von 14.00 bis 19.00 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung
Finissage: 30. September 2007, ab 18.00 Uhr Mehr