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Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

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von Gabriele Busse

Veröffentlicht am 06.10.2008     Artikel drucken

ART.FAIR 21 legt vor

ART.FAIR 21 legt vorSaisonstart in den Messeherbst ist erfolgreich eingeleitet

Köln - Die ART.FAIR 21 endete am Sonntag, den 05. November, um 19 Uhr nach vier überzeugend guten Messetagen.

Mit dem Besuch von 30.000 Kunstinteressierten verzeichnet die ART.FAIR 21 trotz Finanzkrise eine Steigerung ihrer Besucherzahlen gegenüber dem Vorjahr. Es wurde intensiv geschaut, vermittelt, diskutiert, gefeiert, gelacht und am Ende wurden Geschäfte gemacht. Direktor Walter Gehlen freut sich besonders für die jungen Aussteller und kommentiert die glücklichen Gesichter der Galerist/Innen: „Es passierten unglaubliche Dinge.“ Die ART.FAIR 21 hat die Messesaison des internationalen Kunstherbstes erfolgreich eröffnet.

Die ART-FAIR 21 - Bilanzmeldung der Vernissage und des ersten Messetages widerlegten bereits jede Sorge um einen Übergriff der Finanzkrise auf die als umsatzstarker Marktplatz bekannte Messe für aktuelle Kunst. Die gelöste Stimmung der Aussteller zum Messeende spiegelt einen herausragenden Messeerfolg, deren gute Verkäufe von Kontakten zu Neukunden wichtig und positiv ergänzt wurden und zu allgemeiner Zufriedenheit führten.
Die mutige Entscheidung für eine One-man-Show zahlte sich für das Frankfurter Galeristenduo Mühlfeld+Stohrer aus. Sie konnten mit ihrem Künstler Markus Fräger einen Unternehmer aus Baden-Württemberg gewinnen, der von der Vermittlung der Galeristen angetan, mit dem Kauf von zwei Bildern und einer weiteren Reservierung den Einstieg in das Sammeln junger Kunst fand. Mühlfeld und Stohrer konnten sich neben umsatzstarken Messetagen als Berater einer neuen jungen Sammlung empfehlen.

Die Standplanung der ART.FAIR 21 von Walter Gehlen schafft Integration und Vernetzung auch unter den Galeristen. Auf diese Weise profitierten die internationalen Aussteller von ihrer Nachbarschaft zu den deutschen Kollegen. Über Verkäufe an neue Sammler freute sich Gallery 2 (Seoul) u.a. mit der Abgabe von vier Wandobjekten des Künstler Jackson Hong bis 3.500 EUR, sowie einer Papierarbeit von Donghyun Son für 3.500 EUR. Eine Zeichnung von Hyena Kim wurde an die Kölner Artothek abgegeben. Auch die koreanische Galerie Keumsan (Seoul) ist zufrieden.

Zwei großformatige Fotoarbeiten aus diesem Jahr von Yunjeong Kim aus der Serie „Bird Land-Swarovski“ wechselten den Besitzer zu je 4.000 EUR. Aus den Niederlanden, Eindhoven kam Willy Schoots mit einer hervorragenden Installation von Marco den Breems. Im November wird er mit seinen Arbeiten auf 800 m2 der Abschiedsausstellung von Jan Huet im Museum Martha Herford vertreten sein. Der dann designierte bekannte Museumsleiter und ehemalige documenta Leiter wird Anfang des nächsten Jahres die Eröffnung des Neubaus der Galerie ABTart in Stuttgart mit einer durch ihn kuratierten Ausstellung begehen. Willy Schoots beendet die Messetage mehr als erfolgreich. Neben dem Verkauf des im Messekatalogs abgebildeten Ölbildes von Marjolijn de Wit für 5.000 EUR freute ihn die Vermittlung der Künstlerin an eine koreanische Galerie, die eine Soloshow in Seoul zeigen wird.
Das Messegeschäft gelang in allen Bereichen: Verkauf, Vermittlung, Kontakte. Zu diesem trug auch der von Walter Gehlen geführte Rundgang portugiesischer Sammler der zu Beginn des Jahres neu gegründeten Schwester der französischen Sammlervereinigung ADIAF, bekannt als ADIAC, bei. Hier griff das Sammlernetzwerk für die junge Galeristin Yasha Young und die von ihr vertretenen Künstler ihrer Galerie Strychnin (Berlin,London,New York).

Mit dem Verkauf der im Foyer präsentierten Raum-Installation von David Hochbaum (9.000 EUR) schoss der Künstler im wahrsten Sinne des Wortes „den Vogel ab“. Die Arbeit aus 1.111 Vögeln findet in der Düsseldorfer Königsallee ihren Platz.

Zwei weitere Bilder von Hochbaum gingen zu Preisen von 5.000 EUR „The Year of the Red“ und 12.000 EUR „The Big Ship“. Für das Bildwerk von Madeline von Foerster „Redwood Cabinet“ aus der Serie „Waldkammer“ interessierten sich und verhandelten mit der Galeristin gleich drei Sammler. Kurz vor Messeende ging die Arbeit für 10.350 EUR. Die Standpräsentation des jungen Galerieprogramms war mehr als gefragt. Yasha Young verlässt die ART.FAIR 21 mit Verhandlungen zur kompletten Standübernahme seitens eines Sammlers. Durch Auffüllen bereits vermittelter Positionen mit neuen Arbeiten würde im Fall des zustande kommenden Deals ihr Stand fast doppelt ausverkauft worden sein.

Neben den renommierten Kollegen Terminus (München), Michael Schultz (Berlin,Seoul,Beijing) oder Wolfgang Gmyrek (Düsseldorf)– wir meldeten die Verkäufe im Eröffnungsbericht – setzten sich damit gerade die jungen Position erfolgreich durch. Auch die Galerie C.Wichtendahl (Berlin) ist zufrieden. 14 Arbeiten wechselten aus ihrem Programm in den Besitz verschiedener Kunden.

Die Münchner Galerie von Braunbehrens meldete neben anderen den Verkauf der beiden Bilder (Draht auf Leinwand, 114 x 114 cm) „Marilyn“ und „Beuys“ zu je 16.000 EUR von Young-Jin Kim und verbuchte für ihre gelungene Kabinettpräsentation koreanischer Künstler großes Interesse von Seiten der Besucher. Mehrere Großformate von Jürgen Janssen verließen den Stand von Robert Drees (Hannover) für je 8.100 EUR. Ebenso konnte eine große Arbeit von Pertti Kekarainen an einen Düsseldorfer Unternehmer vermittelt werden.


Pressestimmen

Mehr als 650 Journalisten, darunter Vertreter internationaler Medien aus Seoul, Taiwan, London und USA kamen in diesem Jahr, um sich die Messe, mit auffallender Aufmerksamkeitssteigerung der eigenen kritischen Beobachtung zu unterziehen. Die vier Galerien aus Taiwan berichten über ihre Unterstützung der Messe mit Anzeigen in allen landeseigenen Kunstzeitungen mit einem zufriedenen und freudigen Gesicht: „You are famous in Taiwan“. New Europe, 1.07.08 (Anastasia Bouyiatiotis) schreibt: „Over the last five years, the ART.FAIR 21 has established a firm place for itself in the international art scene“. Die Deutsche Presselandschaft beurteilt die ART.FAIR 21 in diesem Jahr so:

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4.10.08: „Emanzipation geglückt. Adieu, Schattendasein: Jetzt präsentiert sie (Die ART.FAIR 21) sich befreit und selbstbewusst. […] die Zeit ist gekommen, sie ernster zu nehmen als bisher. „

Die Welt, 4.10.08: „International und innovativ: Ausgerichtet darauf, eine junge Käuferschicht neugierig zu machen und den Kunstsammlern eine Alternative zu bieten, hat sie (die ART.FAIR 21) unbeirrt ihr Ziel verfolgt, eine junge, engagierte Messe in Köln zu etablieren.“

Kölnische Rundschau, 4.10.08: „ART.FAIR 21 mit üppigem Angebot und verbesserter Qualität. Das Erscheinungsbild […] ist angenehm luftig: die großzügigen Kojen […] garantieren auch raumgreifenden Werken einen wirkungsvollen Auftritt.“

Kölner Stadtanzeiger, 3.10.08: „Sammler kommen auch aus dem Ausland. Mit einem asiatischen Länderschwerpunkt setzt die Kunstmesse ART.FAIR 21 neue, spannende Impulse.“

Kunstmarkt.com, 3.10.08: “ Die Art.Fair 21 scheint dieses Jahr mehr denn je von sorgfältig ausgesuchten Positionen bestimmt. Dieses Streben nach mehr Qualität hat sich gelohnt, denn Bastelecken sucht man vergeblich. Der wie immer professionell organisierten Art.Fair 21 sind nicht nur viele Besucher, sondern auch behutsames Prosperieren in den kommenden Jahren zu wünschen, damit ihre Fanfaren zum Beginn des Kunstherbstes noch stärker mit veritablen Kursvorgaben Ziele für die nachfolgenden Veranstaltungen in Deutschland setzen.“


Sonderausstellungen

Mit einem klaren Sieg fiel die Entscheidung des Gesellschafter ART AWARD 08 auf die Wuppertaler Künstlerin Lilli Hill für ihren Appell an eine verstärkte Akzeptanz und Toleranz für das „Anders sein“. Unter Moderation von Helmut Frangenberg fand die Vergabe der Preise am letzten Messetag der ART.FAIR 21 an zwei weitere freudig überraschte und aufgeregte Nachwuchskünstler statt.

Philipp Edler und Felix Hielscher aus Zell und Herrenberg wurden von der Gesellschaft als Zweitplatzierte gewählt. In ihrer fotografischen Gemeinschaftsarbeit thematisieren sie die Hektik des Alltags und das Leben im Dauerstress.

Victor López Gonzáles aus Leipzig wirbt mit seiner dritt platzierten Fotografie für mehr Verständnis anderer Kulturen, deren erschwerte Lebensbedingungen eine Migration erfordern. Lopez wünscht sich eine Gesellschaft in der jede Kultur die Möglichkeit sich frei zu bewegen und die Chance auf eine bessere Zukunft bekommt.

Alle zehn Einreichungen regten die Messebesucher durch unterschiedliche Themenschwerpunkte wie Einsamkeit, Migration, Hektik oder Perspektivlosigkeit zu Diskussionen an.

Pilsner Urquell rief dieses Jahr erstmalig den nationalen und bundesweiten Fotografie Wettbewerb 1/AWARD aus. Bei der feierlichen Preisverleihung wurden die ersten drei Gewinner am Eröffnungstag der ART.FAIR 21 verkündet. Der Erstplatzierte und somit das New Talent of the Year wurde Moritz Sänger aus Hamburg.

Der Künstler zeigt in seiner Fotografie eine Frau, die ihre Imbissbude säubert. Eine an sich alltägliche Situation, die durch Beleuchtung und den bemalten Hintergrund des Standes wie eine Szene aus einer Theaterinszenierung wirkt. Der Sieger wurde mit einer Reise nach New York, einer einjährigen Mentorenbetreuung durch Walter Gehlen, den Direktor der ART.FAIR 21, und einer Ausstellung seiner Arbeit in der renommierten Kölner Galerie Teapot prämiert. Die zweite Siegerin, Sandra Marianne Gast aus Lehrte, wird mit einer Reise nach New York und einem professionellen Fotoshoot unterstützt. In ihrer Fotografie „Elli“ spiegelt sich die Geselligkeit der Stadt Berlin wider. Ein Foto, entstanden auf den Straßen Berlins, das das alltägliche Leben abbildet.

Norbert Skibinskis Fotografie „Romeo und Julia“ wurde von der Foto Fachjury zum dritten Platz gekürt und mit einer Trophäe ausgezeichnet. Die Arbeit zeigt einen Straßenarbeiter, der in der Mittagshitze Italiens an einem Ausstellungsplakat gelehnt einen kurzen Augenblick verweilt. Der 1/AWARD erfreute sich großer Beliebtheit unter den Messebesuchern und das Thema der Street Photography führte mit seiner Vielschichtigkeit zu hervorragenden Arbeiten.

2009 hat sich Pilsner Urquell zum Ziel gesetzt mit einem erneuten Aufruf zum Wettbewerb am diesjährigen Erfolg anzuknüpfen.


Besucher, Galeristen und Veranstalter freuen sich auf die siebte Ausgabe der ART.FAIR 21, die vom 30. Oktober bis zum 1. November wieder im EXPO XXI stattfinden wird.

Die ART.FAIR 21 führte erfolgreich in den internationalen Kunstherbst ein. Der Kunstmarkt erwartet nun gespannt die Ergebnisse u.a. des Art Forum Berlin und der Freeze in London

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