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von Gabriele Busse
Veröffentlicht am 02.09.2009 Artikel drucken
ART.FAIR 21 – Best Seller
Die Messe für aktuelle Kunst - Garantie für Entdeckungen, Qualität und Kauflust
Köln ist im Kunstherbst ein Mekka für Kunstinteressierte. Dafür sorgt die jährlich stattfindende ART.FAIR 21 – Messe für aktuelle Kunst. Internationale Galerien präsentieren in spektakulär kuratierten Kojen Einzelausstellungen, Themenlandschaften, Länderschwerpunkte, Installationen, große laute und kleine leise Formate. Vom 28. Oktober bis 1. November wird auf der innovativen und umsatzstarken Messe Kunst vermittelt. Newcomer, renommierte Künstlernamen, Museumsarbeiten und unterhaltsame Künstlerpositionen freuen sich auf 30.000 Kunstinteressierte, deren Kaufinteresse und Schaulust mit einer Dichte an Qualität belohnt wird.
Märkte orientieren sich nach Köln
Zu den sicheren Highlights dieses Jahr gehört der Gemeinschaftsstand niederländischer Galerien mit Petra Nostheide-Eÿcke (Nettetal), für deren Protagonisten - Maria Chailloux (Amsterdam), Witteveen (Amsterdam), new Untitled (Venlo), Wit (Wageningen), Katwijk (Amsterdam) - sich Köln zu einem wichtigen Absatzmarkt entwickelt hat. Auch umgekehrt registriert die ART.FAIR 21 zunehmendes Interesse an ihrem Marktplatz, der sich am stetigen Publikumszulauf aus den Benelux Ländern erfreut. Beeindrucken wird die herausragende Wandarbeit von Gijs Frieling, vertreten durch die Galerie Maria Chailloux (Amsterdam), die direkt für den Stand konzipiert und auf der Messe vom Künstler realisiert wird.
Anreiz zum Schauen und Begreifen gibt auch die Großskulptur „A Sfinx“. Ist die Dimension 2.30 x 1.50 x 0.80 cm schon beachtlich, so wirkt diese Arbeit von Maria Smits am Stand von new Untitled aus Venlo in ihrer Nacktheit nicht minder. Der Haut entledigt zeigt sich eine schockierend interessante Figur, mit der die Künstlerin die Schöpfungsgeschichte interpretiert.
Seit einigen Jahren baut die ART.FAIR 21 in Köln den asiatischen Kunstmarkt auf und bildet damit immer wieder auch die erfolgreiche deutsch-chinesische Freundschaft ab, für die Kölns Wirtschaft bekannt ist. „Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist China nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht ein Land der unbegrenzten Mythen und Möglichkeiten. Gerade von der explosionsartig expandierenden chinesischen Kunst ist jüngst viel zu hören“, heißt es in der Ankündigung der zeitgleichen Ausstellung „Chinese Pop“ in der Kunsthalle Osnabrück, in der auch die folgenden chinesischen Protagonisten der Koje von Michael Schultz (Berlin/Seoul/Beijing) vertreten sind.
Chen Wenbo wagt in seinen Werken einen ironischen Rückgriff etwa auf Jeff Koons und inszeniert alltäglich verfügbare Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände künstlerisch neu. Es sind gemalte Collagen - die zarten, der Tradition verbundenen chinesischen Landschaftsbilder - in die Huang Min ihre zeitgenössischen Landsleute und Touristen hineinprojiziert, die das Fremde konsumieren. Besucher werden magnetisch angezogen von den Großformaten, die eine komplette Kojenwand füllen. Ma Jun greift für seine filigranen Fayencen die westlichen Warenikonen auf und überzieht sie mit klassischer chinesischer Malerei - seien es Sportwagen, Radios oder Fernseher. Zou Cao bedient sich in seinen Peerless-Beauty-Arbeiten der millionenfach reproduzierten Porträts westlicher Ikonen des Showbusiness und blendet ihnen, gleichsam wie Schleier aus Spitze, in einer 16-teiligen Arbeit auf je 1m x 1m großen Tableaus ihre eigenen Fingerabdrücke vor.
Galerie Andreas Binder aus München präsentiert die junge chinesische Malerin Haiying Xu. Auch sie verbindet in ihrer Malerei Elemente aus Ost und West und spielt mit den Sehnsüchten der Menschen. Zentrales Thema in Haiying Xu`s Arbeiten ist die Erforschung ihrer eigenen Identität. So setzt sie sich in den immer wiederkehrenden Selbstportraits mit sich selbst auseinander. Sie begibt sich auf Spurensuche in ihrer Heimat China und dokumentiert und erforscht auf der Basis von Büchern und eigenen Fotografien die Wurzeln ihrer Kultur.
Die Kölner Galerie Ralph Schriever arbeitet mit Zhuan Hong Yi. Der Künstler studierte sowohl in seiner Heimat China als auch in den Niederlanden. Nachdrücklich verschmilzt er fernöstliche und westliche Elemente zu ganz neuen poetischen Malereien aus Acryl, Reispapier und Tusche.
Bäckerstraße 4 aus Wien bringt Mei-Fang Hsieh nach Köln. „Die Malerei soll ein farbiges Spektakel verschiedener collageartig zusammengefügter Stile sein, ein Konglomerat aus meinen Erfahrungen in der asiatischen und europäischen Kultur und zufällig entdeckten Anregungen aus verschiedenen Medien, eine Reise durch Vergangenheit und Gegenwart“, sagt die Künstlerin über Ihre Arbeit.
Miguan Zhang, Yongbo Zhao wird von der Galerie KK (Essen) ausgestellt. Alle Arbeiten fußen in der malerischen Tradition Chinas.
Bei Xianwei Zhu erscheint die Natur als Landschaft, die latent immer vorhanden ist. Sichtbar sind die Einflüsse der Philosophie des Zen, denen auch die Selbstironie nicht fremd ist. Gezeigt auf der ART.FAIR 21 von der Galerie Z.Frische Kunst aus Stuttgart.
ART.FAIR 21
Ort: Gladbacher Wall 5, Köln-Innenstadt
Vernissage: Mittwoch, 28. Oktober 17.00h - 22h
Öffnungszeiten: Donnerstag/Freitag/Samstag, 29.-31.Oktober 13h - 21h
Sonntag, 1. November 11h -19h
Weitere Informationen finden Sie unter
www.art-fair.de