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Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

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von Kirsten Freundl

Veröffentlicht am 29.06.2010     Artikel drucken

10 Jahre t-u-b-e klanggalerie - Frühjahrssaison 2010

10 Jahre t-u-b-e klanggalerie - Frühjahrssaison 2010Tube 2010
„DEDICATED DECADE“ - 10 Jahre t-u-b-e Party mit Markus Muench (t-u-b-e Kompositionsauftrag) und „Die Sonografen“ (Surround Video + DJ)


Markus Muench, Friedemann Dähn, Kurt Laurenz Theinert
„Die Sonografen“

Donnerstag 1.7.2010, 20:00 Uhr


Genau vor 10 Jahren, am 1.7.2000, eröffnete die t-u-b-e in München! Dies wird mit der Präsentation des ersten t-u-b-e Kompositionsauftrages an den Münchener Komponisten Markus Muench „Anybody Out There“? (8 Kanal Mix), einer Surround-Video+Audio Performance der „Sonografen“ (Friedemann Dähn VJ / Tübingen, Kurt Laurenz Theinert Sound / Stuttgart) sowie einer Visual&Klang-Party (VJs + DJs: Sonografen) am 01.07.2010 um 20.00 Uhr in der t-u-b-e klanggalerie, Einsteinstr.42 gefeiert.



Das Projekt und die Künstler:
Markus Muench - „Anybody Out There“? (working title)

10 Jahre t-u-b-e klanggalerie - Frühjahrssaison 2010Markus MuenchIn dieser Komposition geht es um Erforschungen mikro- und makroskopischer Bereiche in Musik und Klang. Grundlagen bieten Bild- und Tonaufnahmen von Naturgeräuschen sowie Klänge aus der Nasa- und Weltraumforschung. Elektronische Daten in Klang und Bild fusionieren mit komplexen Materialien akustisch eingespielter Instrumentalspuren. Neben dem „Eindringen“ in das Innenleben einer Materie/ Klangs und Struktur sollen radikale Gegensätze von Geschwindigkeiten (high speed- slow motion) neue Wahrnehmungen von Zeitdimensionen eröffnen. Präsentiert wird das Werk in 8 Kanal Surround Mix.




‚Die Sonografen‘
Kurt Laurenz Theinert - Visuals
Friedemann Dähn - Sound


10 Jahre t-u-b-e klanggalerie - Frühjahrssaison 2010Friedemann DähnWie Fremde, die zu Besuch kommen, werfen die beiden Künstler mit Licht und Klang neue Fragen auf. Langsam wird das Rätselhafte klarer – das Fremde vertraut. Es verschwindet und erscheint wieder in neuer Form. Im Raum verbinden sich Klang und Bild zu einem synästhetischen Erlebnis. Ein künstlerischer Dialog entsteht, den nur jeder für sich verstehen kann. Mit manchen Klängen und Erscheinungen freundet man sich an – andere bleiben unfassbar und entziehen sich.

Elemente der elektronischen Musik und der Neuen Musik verbinden sich mit Elementen aus Psychedelic Rock und Drum n’ Bass und treffen auf feine Linien aus Licht, die die Wände abtasten und sich zu bewegten Netzen verdichten. Weiße, rechteckige Flächen lösen die Linien ab. Erst winzig, dann plötzlich mannshoch blitzen sie stroboskopartig an unvorhergesehenen Orten auf – sich verformend, sich umstülpend, »tanzend«. Schließlich verschmelzen Linien, Flächen und Klang zu pulsierenden Mustern und hinterlassen nach ihrem Verschwinden den Betrachter in einem regelrechten Klang-Farbrausch.

10 Jahre t-u-b-e klanggalerie - Frühjahrssaison 2010Kurt Laurenz TheinertDie sichtbaren Strukturen und Muster entstehen im Dialog mit den elektronischen Klängen von Laptop, Keyboard, Sampler und diversen elektronischen Klangerzeugern, generiert und gespielt vom Musiker, Klangkünstler und Komponisten Friedemann Dähn. Kurt Laurenz Theinert spielt das „visual piano“, ein weltweit einzigartiges Instrument, das es ihm ermöglicht grafische Muster in Echtzeit live zu spielen und als 360° Panorama raumfüllend zu projizieren.

Musikalische Parameter wie Rhythmus, Kontrapunkt, Klangfarbe und Dauer oder Struktur, Form, Farbe und Textur aus der bildenden Kunst sind bei der Interpretation hilfreich, erfassen das Ereignis aber nur bedingt. Eher vielleicht der Mix aus moderner VJ-Ästhetik und ephemerem Design, aus Klangkunst und neuer elektronischer Musik: Eine neue gemeinsame Dimension entsteht - „Visual Music“.



Grußwortes für das Saisonprogramm der t-u-b-e 2010 „dedicated decade“

Im Juli 2010 wird die „t-u-b-e klanggalerie“ im Einstein 10 Jahre alt. In der vergangenen Dekade hat sie sich international ein Renommee erworben als ein Ort, an dem Klangkunst und elektronische Experimentalmusik erlebt, erfahren und professionell ausgeübt werden können.

Dies ist zum einen dem Initiator Christoph Höfig zu verdanken, zum anderen aber vor allem den beiden Kuratoren Jörg Stelkens und Ulrich Müller, die diesen Ort seit zehn Jahren kontinuierlich höchst fachkundig betreuen. Beide verfolgen die neuesten künstlerischen und technischen Entwicklungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Audio-Performances, radiophonen Kunst und Klanginstallationen und stellen diese hier in München vor. Dabei werden unter anderem besondere Raumklangerlebnisse gestaltet, Internetkonzerte initiiert und immer wieder bei den vielen Gratwanderungen zwischen Musik und Medienkunst neue Ansätze entwickelt und präsentiert. Dadurch bekommt auch die hiesige Szene neue Impulse und Vernetzungsmöglichkeiten.

Dadurch, dass Jörg Stelkens und Ulrich Müller ihre Arbeit als „Suche nach dem perfekten auditiven Augenblick“ begreifen, wird die t-u-b-e zum Labor für Künstler und Künstlerinnen aus aller Welt, die hier ungestört innovative Ideen ausprobieren können und dazu beitragen, dass dieser Ort lebendig genutzt wird. Darüber hinaus kümmern sich weitere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit hohem persönlichem Einsatz um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und die Technik und leisten damit ebenfalls einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der t-u-b-e.

Bei Ihnen allen – den Kuratoren, dem Mitarbeiterteam und den Kunstschaffenden – möchte ich mich für Ihr großes Engagement bedanken. Ich wünsche Ihnen auch weiterhin viel Erfolg, kreatives Experimentieren und ein zahlreiches neugieriges Publikum

Dr. Hans-Georg Küppers
Kulturreferent



Weitere Informationen finden Sie unter
www.markusmuench.com
www.friedstyle.com
www.t-u-b-e.de

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