Der Straßenkünstler Bansky wird nicht nur Kennern der Szene ein Begriff sein. Mit seinen Schablonengraffitis, so genannten Pochoir, hat er sich in London und mittlerweile weltweit ein Renomee ersprüht.
Bankys provokante Werke zeigen eine betont ironische Sichtweise auf politische und wirtschaftliche Themen und haben bestimmt auch so manchem Londoner Bobby ein Lächeln entlockt.
Und Humor hat der Mann: Ungefragt hängt er schon mal seine Werke in der Tate Gallery oder im Museum of Modern Art auf.
Seine Kunst gleicht einem Angriff auf die Hässlichkeit. Industrielle Hässlichkeit, immobiliare Hässlichkeit von Orten, und die Hässlichkeit der gesellschaftlichen Geisteshaltung, die den alltäglichen Faschismus pflegt, werden als Sprungbrett für seine Zuspitzungen benutzt. Am Ende stehen bei Bansky immer zwei Resultate: eine politische und eine ästhetische Stellungnahme. Beides gelingt so frappant, dass man plötzlich etwas Ungeheuerliches glaubt: Politik ist schön.
Ein revolutionärer Gedanke, angesichts der Assoziationen, denen man sonst beim Begriff Politik nachhängt: Korruption, Krieg, Bürokratie, Gleichschaltung und Europaletten.
- Politik soll, nicht wieder aber endlich, schön sein.
In einer Art Manifest legt der anonym gebliebene Bansky seine Position dar.