Etwas irritiert nahm ich heute das Google Web-Alert für galerienvirtuell zur Kenntis.
Google hatte auf einer Seite von yigg das Wort galerienvirtuell entdeckt; die Seite: http://www.yigg.de/goto/10710.
Nach Aufruf dieser URL landete ich jedoch auf meiner eigenen Seite www.galerienvirtuell.de/blog/2006/10/originelle-werbemasnahme-fur-austria/.
Was war passiert: Google hat meinen eigenen Blogbeitrag Yigg zugerechnet. Im Google-Cache (cache:http://www.yigg.de/goto/10710) wird der Inhalt meiner Seite unter der URL von Yigg angezeigt - ein klarer Fall von Hijacking. Die Seite von Galerienvirtuell selbst ist nicht im Cache.
Mögliche Konsequenzen für meinen Blogbeitrag: Er könnte wegen doppeltem Content abgestraft werden - da Yigg mehr Link-Pop besitzt als mein Blog, wird Yigg somit mehr Vertrauen geschenkt (in diesem speziellen Fall zu unrecht) als meinem kleinen Blog. Wenn die bei Yigg geposteten Beiträge auf Spiegel.de verweisen, so besteht für Spiegel.de sicher keine Gefahr des Hijackings - die Privat-Blogger laufen jedoch Gefahr, in einer Abstrafungsfalle zu landen, wenn sie bei Yigg ihre Beiträge posten.
Technisch betrachtet wird das Hijacking durch den header-redirect 302 ausgelöst - das ist genau die Art der Weiterleitung, die bei den www.yigg.de/goto/…-URLs verwendet wird. Das Hijacking-Problem könnte man mit dem header-redirect 301 leicht vermeiden. Wenn die Macher von Yigg diese Art von Weiterleitung weiterhin verwenden, dann müssen sich die Blogger mittelfristig von Yigg verabschieden. Unter Tränen werde ich es jedenfalls tun, denn eigentlich mag ich Yigg.
Nachtrag: Das ging schnell: phantom, ein Yigg-Mitarbeiter, bringt fohe Kunde für alle besorgten Eltern:
“Das war keine Absicht. Ich habe auch schon im Blog erwähnt das wir gerade dabei sind das goto wieder umzustellen und alternativ die klicks zu zaehlen. Das wird noch im laufe des Wochenendes behoben und dann gibt es wieder ganz normale Links wie vorher auch. Evtl. erwähnst Du das auch in Deinem Blog-Beitrag, wir haben es schon vor Tagen announced.”