Die Schweizer Künstlerin Ulrike Ertel ist des Wahnsinns. Ihre Kunst nennt sich Logische Abstraktion und meint den Raum zwischen Expressionismus und Konstruktivismus, d.h. ihre Kunst lebt von zwei Spannungsfeldern in denen der Mensch steht: “Innen und Außen”, “Verstand und Gefühl”, “Bewusst und Unbewusst”.
Ihre Kunst entsteht in einem Logischen Abstraktions-Prozess: “Die Ausgangssituation für die Logischen Abstraktions-Prozesse war für mich die in der Bildenden Kunst bisher nicht gelöste Fragestellung, wie können Bewegung, Zeit und Wandel, die im vierdimensionalen Raum-Zeitgefüge stattfinden, auf den zwei Dimensionen eines Bildes repräsentiert werden.”
Theoretisch positioniert sich die zeitgenössische Künstlerin damit im Gegensatz zur Zeitgenössischen Kunst. Die Idee hat sie bereits 1977 formuliert - doch an die Umsetzung war damals nicht zu denken. Die konsequente Umsetzung ist nunmehr mit den heutigen leistungsfähigen PC’s möglich. Ertel legt also los.
Die Entwicklungen der Hard- und Software für die LOGISCHEN ABSTRAKTIONS-PROZESSE werden Anfang 2007 endgültig abgeschlossen sein. Die Künstlerin wird dann die erste LAP (Logischer Abstraktions-Prozess) Stunden-Permutation starten. Die Laufzeit beträgt über 3 Billionen Jahre (eine Drei mit 12 Nullen). Eine Kunst, so ewig wie die Geschwister Philosiphie und Mathematik, so lang wie die Energiekostenabrechnung des Teufels, eine Kunst zwischen Genie und/oder Wahnsinn.

Beispiel einer Logischen Abstraktion